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Circus Obscura

ein magischer Raum, März bis August 2007, "Eine Schamanenreise" (Kolumbienausstellung: "Geister.Gold.Schamanen"), Schlossmuseum Linz,

Foto: Thomas Hackl

Circus Obscura

(Wortschöpfung aus "Circus" und "camera obscura")

Die Magie des Raumes

Der circus obscura besteht aus einer zylindrischen Holzkonstruktion mit ca. sechs Metern Durchmesser, in Anlehnung an die Bauform des bekannten "Kaiserpanoramas" in Wels. Die Konstruktion wurde von der Künstlergruppe gainfaktor weiterentwickelt und mit neuen Möglichkeiten ausgestattet. Erstmals wurde das eigenartige Konstrukt, das aus der Gedankenwelt Jules Vernes stammen könnte, im Jahr 2006 für die Theater/Video Performance "Schöne Alte Welt" während des internationalen Theaterfestivals Schäxpir eingesetzt. Das Objekt ermöglicht über spezielle Guckkästen sechzehn bis zwanzig Personen besondere Einblicke in ein reales oder virtuelles Geschehen. Was die Zuschauer konkret wahrnehmen, sind Raumbildeindrücke in Form von Bildern oder Videos und/oder Live-Ereignisse im Inneren der engen Zirkusarena. Bei manchen Inszenierungen kann das Publikum den Innenraum auch betreten und durch gesonderte Öffnungen Handlungen im Außenraum betrachten.

Produktionsteam

Choreografie, Tanz: Lina Maria Venegas
Konzept/Regie: Stefan Kurowski
Produktionsleitung: Thomas Hackl
Entwicklung Raumbildprojektion: Ingo Randolf, Thomas Hackl, Richard Koch Entwurf Bühnenbild (circus obscura): Georg Lindorfer
3D-Videokameras, Videoschnitt: Ingo Randolf
Lichtgestaltung: Gerald Kurowski
Soundtrack: Wolfgang Fadi Dorninger
3D-Fotografie: Werner Fröhlich, Günther Gerlich, Günter Macho, Herwig Straub

Schamanismus- Magie und ihr Augenblick

Während der Beschäftigung mit dem Thema Schamanismus wuchs nicht nur die Neugierde, es kamen auch Zweifel auf. Können noch so ernsthafte Recherchen innerhalb eines begrenzten, allzu flüchtigen Zeitraumes einem Phänomen auf die Spur, gar auf die Schliche kommen? Und kann man eine Reise, beispielsweise zu den Wölfen oder in seinen eigenen Körper, selbst aufgrund eigener Erfahrungen, künstlerisch nachgestalten?Wir mussten zugeben, nein, nicht wirklich. Jede Anmaßung hat ihre Grenzen. Eingehende Gespräche mit einer "wirklichen" Schamanin und eine von ihr begleiteten Reise zu unseren Urahnen und wieder zurück, machten uns spannungsgeladene Künstlergruppe keineswegs zu Experten. Zu dem gesellte sich die Tatsache, dass Selbsterfahrungen nicht nur einen wohl zu hütenden Schatz darstellen, sondern auch schwer vermittelbar sind.Wenn wir sie nun, geschätztes Museumspublikum, die sie während ihrer Wanderung durch das Schloss interessante Eindrücke sammeln, trotzdem einladen, einen Blick in den circus obscura zu werfen, dann tun wir das bereits, schlicht gesagt, im Banne der für unsere Breiten äußerst exotisch anmutenden paranormalen Fähigkeiten der Geisterheilung.Und wen wundert´s da, wenn wir, fernab jedes wissenschaftlichen Gehabes, jedoch einem hoch gepuschten Vermittlungsanspruch und einem etwas subjektiv geratenen Ehrgeiz ausgeliefert, versuchen, unseren Hauch einer Ahnung nicht uninterpretiert an ihnen vorbei ziehen lassen.Wir wollen sie, liebe Besucher, in hoffnungsloser Überforderung unserer künstlerischen Ausdrucksmittel, zumindest dazu animieren, sich ein wenig reisefertiger zu machen; für eine Reise, die letztlich nur sie selbst und garantiert ohne unser Zutun antreten können.Auf der Suche nach der Magie des Augenblicks und des Augenblicks der Magie sind wir ihnen gerne lustvolle, kreative, einfallsreiche, manipulative Partner. Auf dem Weg in eine von unserem normalen Lebensalltag verborgene Welt soll uns Machern jedenfalls nichts zu aufwendig und abwegig sein.

Stefan Kurowski


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