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Stefan Kurowski

Lebenslauf / Biografie

Langfassung

Stefans Werdegang begann im Mai 1947, nachdem der 19-jährige Pole und ehemalige politische KZ-Häftling in Mauthausen, Bogumil Kurowski, in den Nachkriegswirren dem 15-jährigen Mädchen Anna, welches einer volksdeutschen, nach Kriegsbeginn aus Rumänien "ins Reich" heim vertriebenen Familie entstammte, begegnet war und es heiratete. Von einem Heimatbesuch in Polen kehrt Bogumil nicht mehr zu seiner Familie zurück. Stefans ungarischer Stiefvater Schani fand Arbeit in der Voest und für die 3-köpfige Familie ein 9m2- Barackenquartier innerhalb des Werkes und so erlebte Stefan einen Teil seiner Kindheit im Voest-Gelände, auf dem "größten Spielplatz der Welt". Seine Jugend verbrachte Stefan streunend in Lagern und Wohnwägen, was in ihm nicht nur den Abenteurer wach hielt, sondern auch den Wunsch nach einem eigenen Zimmer. Später arbeitete er als gelernter KFZ-Mechaniker und Maschinenbauingenieur und war unter anderem zwölf Jahre lang als Leihtechniker und Projektleiter im Industrieanlagenbau der Voest beschäftigt. Er wurde bei der Projektierung und am Bau von Chemieanlagen und Hüttenwerksanlagen in Polen, Nigerien und Libyen eingesetzt. Erkenntnis in den Siebzigern: Die Voest lässt nicht los und auf Heirat und Familiengründung folgte nicht zwangsläufig das eigene Zimmer. Stefan sammelte praktische Erfahrungen als Musiker ("Zifferblatt und Zeithammer"), als Kurzfilmer ("Su8-Amateur") und Theatermacher (Workshops, private Musicalausbildung, Spiel und Regie) und Kulturarbeiter (UNI-Lehrgang und Praxis Kulturmanagement) und war 1980 Mitbegründer der Spielstatt, Leonding und 1989 des Theater Phönix in Linz. Fünf Jahre lang führte er die Künstleragentur NOODLES und über zwölf Jahre lang bis 2002 war er Mitglied im Landeskulturbeirat OÖ. Seit Beginn an war er im PHOENIX- Vorstand und im Leitungsteam in verschiedenen Funktionen tätig, die ersten Jahre als Theaterleiter und zuletzt bis Sommer 2005 im Leitungsteam als Geschäftsführer und Leiter für Kinder-/Jugendtheater und Video/Film. Daneben war Stefan seit 1995 auch Leiter des theater eindicker: Mit dieser flexiblen Einrichtung plante und produzierte Stefan Sonderprojekte, die in kein herkömmliches Theaterkonzept passten. Mit Sommer 2005 zog sich Stefan vom operativen Geschäft im Theater Phönix zurück und gründete Anfang 2006 die gainfaktor produktion, um sich intensiv seinen Filmprojekten widmen zu können. Stefan, der auch Boguslav heißt, und inzwischen sein eigenes Zimmer hat, lebt mit Gerlinde auf dem Lande. Er hat zwei erwachsene Kinder, Läticia und Gerald und vier Enkelkinder, Maren, Alena, Ella und Leo...

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