Seitenbereiche:


Navigation:
Inhalt:

Medienecho

Bis später Ferdinand

Pressestimmen zu "Bis später Ferdinand", UA Schäxpir 2004,
ein Schauspiel mit Livemusik für Leute ab 8 Jahren
von Elisabeth Vera Rathenböck

Über die Kunst des Abschied nehmens

"Bis später, Ferdinand" heißt das berührende Stück übers Abschiednehmen von E.V. Rathenböck. Das "theater orange" hat für dieses knifflige Thema den richtigen Ton getroffen: Nicht nur die musikalische Begleitung ist spitze! Die kleine Paula leidet, ihr großer Bruder ist tot. Hat sie einfach alleine zurückgelassen. Die Autorin seziert sehr genau das soziale Umfeld der zurückgelassenen Paula: die mit ihrer Trauer ebenfalls überforderte, allein stehende Mutter, das wenig hilfreiche Mitgefühl der Lehrerin. Und mittendrin Paula mit ihrer Traurigkeit, die sich anfühlt wie "ein Regenbogen ohne Farbe". Gabriele Deutsch spielt sich, festgeklammert an ihr Gürteltier "Hau ab" oder an das quietschende Akkordeon, durch ein Sammelsurium an höchst lebendigen Gefühlen. Theodor Helm an seiner Gitarre begleitet sie wie ein Zeremonienmeister durch das Tal der Trauer. Berührend, wie er als Ferdinand zurückkehrt, um seine kleine Schwester aus ihren Schuldgefühlen zu entlassen.

aus Kronen Zeitung, 3. Juli 2004, Milli Hornegger

Traurigkeit ist ein Leuchtturm ohne Meer

Paula verdrängt den Tod des Bruders, sie hat noch so viel mit ihm zu besprechen. Und eine Reise wollen sie auch machen. Sie tröstet sich mit ihrem stoffenen Gürteltier "Hau ab". Ferdinand wird ohnehin bald anrufen. "Traurigkeit ist ein Leuchtturm ohne Meer, Traurigkeit ist ein Regenbogen ohne Farben. Traurigkeit ist etwas, das ich im Leben nicht brauchen kann." Begeistert haben die beiden Akteure, Gabriele Deutsch (Paula) und Theodor Helm, der auch Musik, E-Gitarrespiel und Gesang beigesteuert hat, mit ihrem variantenreichen Spiel, mit ihrem Gespür für heikle Situationen. Es gibt wahrlich berührende Momente in Stefan Kurowskis Inszenierung und gelungene spielerische Akzente auf der kargen, mit Details punktenden Bühne. Paulas Trauerarbeit verkommt dabei nie zu Banalem.. Paula sieht Mond und Sterne am Himmel, fühlt sich Ferdinand ganz nahe, weil sie weiß, dass sie irgendwann vereint sein werden. "Müssen wir alle sterben?", fragt sie ins Publikum. "Jaaa!"

aus Neues Volksblatt, 3. Juli 2004, Philipp Wagenhofer

Traurigkeit ist wie Spaghetti ohne Nudeln

Ganz direkt und doch unglaublich sensibel erzählt die Linzer Autorin Elisabeth Vera Rathenböck, wie die kleine Paula Stufen des Trauerns nach dem Tod ihres Bruders Ferdinand durchlebt. Die Szenen sind wie aus dem Leben gegriffen: Schulkollegen reagieren mit verlegenem Schweigen, Erwachsene mit unpassenden Mitleidsfloskeln. Die Mutter verschwindet zum Trauern immer im Schlafzimmer. Behutsam entfaltet Rathenböck Paulas Seelenkostüm, gibt Einblick in eine kindliche Welt und spricht vor allem dringliche Fragen an: Wo ist der Bruder? Kommt er wieder? Bin ich an seinem Tod schuld? Hat er dort eine Freundin? Gabriele Deutsch interpretiert Paula (und einige andere Personen) unverkrampft und liebevoll. Musikalisch und als männlicher Gegenpart trägt Theodor Helm wesentlich dazu bei, dass die Tabuthemen direkt ankommen. Regisseur Stefan Kurowski ist das Kunststück gelungen, kritische Themen wie Tod, Trauer und Abschied kind- und erwachsenengerecht auf die Bühne zu bringen.

aus OÖNachrichten, 5. Juli 2004, Dietlind Hebestreit

Acht Stunden sind kein Tag

Acht Stunden sind kein Tag

Acht Stunden sind kein Tag, FILM-Doku, 2002,

Linz Termine

 "Stadteinwärts, über die Voestbrücke fahrend, bietet sich auf der linken Seite ein fast mystisches Industriepanorama. Eigenartig und faszinierend zugleich und bei jeder Vorbeifahrt dieselbe Frage. Was passiert in diesem Moment da drin"? Für Außenstehende ist diese Frage nicht zu beantworten, zu vielfältig, zu groß und zu unüberschaubar ist dieses Werk. Schnell noch ein Blick nach links – vielleicht lässt sich doch noch eine Erkenntnis ergattern, bevor einen der Linzer Stadtverkehr verschluckt. Währenddessen wissen tausende Menschen, die an dieser Stelle vorbeifahren, dass sie "da drin´" in wenigen Minuten ihrer Arbeit nachgehen werden. Nichts ist ihnen in ihren Abteilungen fremd, Routine wird die kommenden acht Stunden bestimmen. Der Dokumentarfilm verzichtet auf die bei solchen Filmen sonst übliche Stimme eines Sprechers oder einer Sprecherin, die "Geschichte" erzählt sich von selbst. Ein Nebenerwerbsbauer und fanatischer Jäger, eine Klavierspielerin, ein philosophierender Schriftsteller, ein diavortragender Weltenbummler, eine Flamencotänzerin oder z. B. ein Easy Rider-verdächtiger Betriebspfarrer erzählen eindrucksvoll über das Jetzt und Heute. Insgesamt zwölf Menschen, die nicht unterschiedlicher sein könnten, lassen erahnen, was sich in der voestalpine sonst noch "abspielt", welche Gedankenvielfalt es sonst noch geben muss."

online April 2004
 

Pressestimmen , Auszug, OÖN vom 8.10.2002 und 21.10.2001

Die Achse des Ofens

Die Achse des Ofens

Pressestimmen zu "Die Achse des Ofens", eine Nachtreise mit der Werksbahn, 1995, Auszüge , alle Artikel vom 21.9.95

Die Leute von St. Peter/Mit heißen Wünschen Hermann Göring

Die Leute von St. Peter/Mit heißen Wünschen Hermann Göring

Pressestimmen zu "Die Leute von St. Peter", Doku 1998
und "Mit heißen Wünschen Hermann Göring", Buch 1998, Auszug.


spezielle Links: